»Public Relations« – Begriff mit Beigeschmack

Neustart und Revision der Konzeptionslehre erforderlich

Gute Public Relations, gute »PR«, das ist ein Thema, das heute beinahe jedermann etwas sagt.

Es gab Zeiten, da gehörte der Ausdruck »Public Relations« zu den meistgescholtenen Anglizismen bei uns. Doch im täglichen Sprachgebrauch haben wir uns zumindest mit dem Begriff versöhnt.

Meist taucht der allerdings nur abgekürzt als »PR« auf. Dabei hat sich die Bedeutung hinter dem Konzept abgeschliffen – der Raum der Assoziationen, der durch den Begriff ursprünglich abgesteckt wurde, ist verengt.

Im angloamerikanischen Sprachraum wird bei Verwendung des Begriffs »Public Relations« manchmal tatsächlich noch über die damit angesprochenen »öffentlichen Beziehungen« nachgedacht, etwa über das strategische Herstellen und Aufrechterhalten von Beziehungen zwischen gesellschaftlichen Interessengruppen. Dagegen ist der PR–Begriff bei uns in seinem Bedeutungsgehalt stark erodiert und modifiziert worden. Manch kritischer Verwender dieses Akronyms wird sich gar nicht bewusst sein, für welchen Begriff es überhaupt steht.