„Starke“ Kommunikation braucht „schwache“ Bindungen!

Das Management schwacher Verbindungen

Das Management von Netzwerken mit schwachen Verbindungen ist ein wichtiges Modell für das Management von Kommunikation – unabhängig davon, ob es um Unternehmenskommunikation, politische Kampagnen, Werbung usw. geht.

Strategische Kommunikation besteht aus der planvollen Herstellung und Nutzung von Netzwerken zwischen meinungsaktiven Bevölkerungsgruppen.

Gerade Netzwerke mit schwachen Bindungen sind für Kommunikations–Konzeptioner von großem Interesse.

Das heißt nun aber nicht, dass Netzwerke mit starken Bindungen in Bezug auf den Informationsfluss innerhalb von Sozialsystemen irrelevant wären.
Der amerikanische Soziologe Granovetter stellt in diesem Zusammenhang fest, dass die Geschwindigkeit der Verbreitung, die Vertrauenswürdigkeit und insbesondere der Einfluss einer Meinung oder einer Information auf der Basis von starken Bindungen besonders groß ist.

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Warum?

Dazu eine kurze Erläuterung:
Was der Zugehörige meines eng geknüpften, nahen Netzwerks sagt, wirkt stärker auf mich, als die vielleicht durchaus interessante Meinung, die ich in einem Chat–Room im Internet vorgetragen bekomme.

 

Arbeitsteilung zwischen starken und schwachen Bindungen

 

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  • Schwache Bindungen stellen die Brückenfunktion zu Verfügung, durch welche Innovationen die Grenzen zwischen sozialen Gruppen überwinden können.

 

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  • Entscheidungsfindungen werden aber am stärksten durch starke Bindungen determiniert.

 

Ein weiterer Aspekt der Arbeitsteilung zwischen diesen beiden Netzwerktypen ist ihre jeweilige Integrationsfunktion:

 

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Die »Mikro–Integration« von Systemen basiert auf der Kohäsion der starken Bindungen, die einen regelmäßigen intensiven Austausch der beteiligten

Akteure bewirkt. Hier erhält der Einzelne seinen festen Platz als »Bestandteil«

eines Sozialsystems.

Wenn es aber darum geht, mehrere Sozialsysteme miteinander in Verbindung und Austausch zu halten, werden Netzwerke mit schwachen Bindungen

benötigt. Diese »Makro–Integration« basiert auf schwachen Bindungen und dem episodischen Austausch von Informationen zwischen den Mitgliedern von Gruppen.

Wer also wirkungsvoll kommunizieren möchte, benötigt eine „Beziehungs-Strategie“, die Mechanismen zur Nutzung starker und schwacher Bindungen einsetzt.

(Details sind nachzulesen in: Heinz W. Droste: Kommunikation – Planung und Gestaltung öffentlicher Meinung; Band 1: Grundlagen – Kapitel 9 – Praxeologie der Konzeptionstechnik: Das Management von Netzwerken)

Band 1: Grundlagen

Format: PDF

312 Seiten, 13 Abbildungen

Dateigröße: 5,32 MB

ISBN: 978-3-9814882-0-3

Preis: 19.90 Euro

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Band 2: Mechanismen

Format: PDF

460 Seiten, 56 Abbildungen

Dateigröße: 13,35 MB

ISBN: 978-3-9814882-2-7

Preis: 24.90 Euro

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